Rautiefe aus Vorschub berechnen: Rz, Eckenradius und Grenzwerte

Theoretische Rautiefe beim Drehen aus Vorschub und Eckenradius berechnen und umgekehrt den maximal zulässigen Vorschub für eine geforderte Oberflächengüte bestimmen.

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Beim Drehen gilt näherungsweise Rz ≈ f² ÷ (8 × r). Der Rechner liefert die theoretische Rautiefe, einen Praxiswert mit Aufschlagfaktor und den maximal zulässigen Vorschub für eine geforderte Rz-Angabe.

Rautiefe aus Vorschub berechnen

Theoretische Rautiefe beim Drehen aus Vorschub und Eckenradius

Ergebnis wird bei jeder Eingabe aktualisiert.
Rechenweg

Die verwendeten Formeln

Rz ≈ f² ÷ (8 × r)

Theoretische Rautiefe

f Vorschub je Umdrehung, r Eckenradius, beide in mm; Ergebnis mal 1000 in µm.

f = √(Rz × 8 × r)

Maximaler Vorschub

Umgestellt nach dem Vorschub für eine geforderte Rautiefe.

Ra ≈ Rz ÷ 5

Grobe Zuordnung

Nur zur Einordnung, keine normative Umrechnung.

Beispielrechnung

Schlichtdrehen mit 0,2 mm Vorschub

Eckenradius 0,8 mm, Praxisfaktor 1,4.

  1. Theoretische Rautiefe = 0,2² ÷ (8 × 0,8) × 10006,25 µm
  2. Praxiswert mit Faktor 1,48,75 µm
  3. Entspricht Ra ≈ Rz ÷ 51,75 µm
  4. Maximaler Vorschub für Rz 6,3 µm inklusive Faktor0,17 mm/U

ErgebnisFür eine sichere Rz 6,3 muss der Vorschub von 0,2 auf etwa 0,17 mm/U zurück.

Rund 15 Prozent weniger Vorschub bedeuten rund 15 Prozent mehr Schlichtzeit – genau diese Kopplung gehört in die Kalkulation.

Einordnung

Oberfläche ist eine Vorschubentscheidung

Die geforderte Rauheit begrenzt den Vorschub beim Schlichten – und damit direkt die Bearbeitungszeit. Ein größerer Eckenradius erlaubt mehr Vorschub, erhöht aber die Passivkraft und die Durchbiegung schlanker Teile.

Wie berechnet man die Rautiefe beim Drehen?

Die theoretische Rautiefe folgt aus der Geometrie der Schneidenspitze: Rz ≈ f² ÷ (8 × r), mit dem Vorschub f je Umdrehung und dem Eckenradius r, beide in Millimetern. Bei f = 0,2 mm und r = 0,8 mm ergeben sich rund 6,3 µm.

Warum ist der reale Wert schlechter als der berechnete?

Weil die Formel nur die Kinematik abbildet. Aufbauschneiden, Vibration, Werkzeugverschleiß, Werkstoffzähigkeit und mangelnde Steifigkeit verschlechtern die Oberfläche zusätzlich. Ein Aufschlag von 20 bis 50 Prozent auf den theoretischen Wert ist praxisüblich.

Welchen Vorschub darf ich für Rz 6,3 fahren?

Umgestellt gilt f = Wurzel aus (Rz × 8 × r). Für Rz 6,3 µm und einen Eckenradius von 0,8 mm sind das theoretisch etwa 0,2 mm/U – mit Praxisfaktor entsprechend weniger. Der Rechner zeigt beide Werte.

Was bringt ein größerer Eckenradius?

Er verbessert die Oberfläche bei gleichem Vorschub und stabilisiert die Schneide. Gleichzeitig steigt die Passivkraft, was bei schlanken Wellen zu Durchbiegung und Rattern führt. Als Faustregel sollte der Eckenradius mindestens dem Doppelten des Vorschubs entsprechen.

Gilt das auch fürs Fräsen?

Nicht direkt. Beim Fräsen bestimmen Zahnvorschub, Zähnezahl, Rundlauf und die Bahnüberlappung die Oberfläche. Für Schlichtbahnen mit Kugelfräsern gilt eine eigene Beziehung über den Bahnabstand.

Aus einem Rechenwert wird noch kein Angebot.

Der Rechner zeigt den Rechenweg für „Rautiefe aus Vorschub berechnen: Rz, Eckenradius und Grenzwerte“. In der Kalkulation kommen Geometrie, Zeichnungsanforderungen, Maschinenprofil und betriebliche Kostensätze hinzu – mit sichtbaren Annahmen statt einer einzelnen Zahl.

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