Vorschubrechner: Vorschub vf und Zahnvorschub berechnen
Vorschubgeschwindigkeit vf aus Drehzahl, Zähnezahl und Zahnvorschub berechnen, Vorschub je Umdrehung ableiten und daraus direkt die Schnittzeit für den Bearbeitungsweg ermitteln.
Die Vorschubgeschwindigkeit ergibt sich aus vf = n × z × fz. Der Rechner zeigt zusätzlich den Vorschub je Umdrehung, begrenzt das Ergebnis auf die Vorschubgrenze der Maschine und rechnet den eingegebenen Bearbeitungsweg direkt in eine Schnittzeit um.
Die verwendeten Formeln
vf = n × z × fzVorschubgeschwindigkeit beim Fräsen
vf in mm/min, n in 1/min, z Zähnezahl, fz Zahnvorschub in mm.
fu = z × fzVorschub je Umdrehung
Der Bezugswert für Drehen und Bohren, dort gilt vf = n × fu.
t = L ÷ vfSchnittzeit für einen Weg
Bearbeitungsweg L in mm geteilt durch die Vorschubgeschwindigkeit ergibt die Hauptzeit in Minuten.
Anhaltswerte für den Zahnvorschub fz
Startwerte für einen beschichteten VHM-Schaftfräser mit rund 10 mm Durchmesser bei stabiler Aufspannung. Kleinere Werkzeuge brauchen deutlich kleinere Werte.
| Werkstoff | fz Schruppen (mm) | fz Schlichten (mm) | Hinweis |
|---|---|---|---|
| Aluminium AlMgSi / AlCuMg | 0,08–0,18 | 0,05–0,10 | Hohe Vorschübe möglich, Spanraum beachten |
| Baustahl S235 / S355 | 0,05–0,10 | 0,03–0,06 | Zu kleiner Vorschub führt zu Reibverschleiß |
| Vergütungsstahl C45 / 42CrMo4 | 0,04–0,09 | 0,03–0,05 | Auskraglänge begrenzt den möglichen Wert |
| Edelstahl 1.4301 / 1.4404 | 0,04–0,08 | 0,03–0,05 | Konstanter Eingriff gegen Kaltverfestigung |
| Grauguss EN-GJL-250 | 0,06–0,12 | 0,04–0,08 | Kurzspanend, gutmütig im Vorschub |
| Titan Ti-6Al-4V | 0,03–0,07 | 0,02–0,05 | Wärme über den Span abführen |
| Messing CuZn | 0,08–0,16 | 0,05–0,10 | Scharfe Schneiden, hohe Vorschübe |
| POM / PA / PEEK | 0,08–0,20 | 0,05–0,12 | Schmelzgefahr bei zu kleinem Vorschub |
Bei radialem Eingriff unter dem halben Werkzeugdurchmesser ist eine Spandickenkorrektur nach Herstellerangabe erforderlich.
Vorschub ist die Brücke zwischen Schnittwert und Zeit
Aus der Vorschubgeschwindigkeit und den Werkzeugwegen entsteht die Hauptzeit. Alles Weitere – Nebenzeiten, Werkzeugwechsel, Prüfen und Rüsten – muss getrennt bewertet werden, sonst wird die Kalkulation zu optimistisch.
Wie berechnet man die Vorschubgeschwindigkeit beim Fräsen?
Die Vorschubgeschwindigkeit ergibt sich aus vf = n × z × fz. Dabei ist n die Drehzahl in 1/min, z die Zähnezahl des Werkzeugs und fz der Zahnvorschub in Millimetern. Beispiel: 3.980 1/min, 4 Schneiden und 0,06 mm Zahnvorschub ergeben 955 mm/min.
Was ist der Unterschied zwischen fz und fu?
fz ist der Vorschub je Schneide und Umdrehung, fu der Vorschub je Umdrehung des gesamten Werkzeugs. Es gilt fu = z × fz. Beim Drehen und Bohren wird üblicherweise mit fu gerechnet, beim Fräsen mit fz.
Warum wird der Zahnvorschub bei kleinem Eingriff korrigiert?
Bei kleinem radialen Eingriff (ae kleiner als der halbe Werkzeugdurchmesser) ist die mittlere Spandicke kleiner als der Zahnvorschub. Ohne Korrektur schneidet das Werkzeug zu dünn, reibt und verschleißt schneller. Hersteller geben dafür Faktoren zur Spandickenkorrektur an.
Welcher Zahnvorschub ist für Stahl typisch?
Für einen beschichteten VHM-Schaftfräser mit 10 mm Durchmesser liegen typische Startwerte in Stahl bei etwa 0,05 bis 0,10 mm je Zahn. Entscheidend sind Werkzeuggeometrie, Auskraglänge, Stabilität der Aufspannung und die Vorgaben des Herstellers.
Wie kommt man vom Vorschub zur Bearbeitungszeit?
Die Hauptzeit ergibt sich aus Bearbeitungsweg ÷ Vorschubgeschwindigkeit. Der Rechner zeigt diesen Wert direkt an. Für die Stückzeit kommen Eilgangwege, Werkzeugwechsel, Messen, Spannen und die auf die Losgröße verteilte Rüstzeit hinzu.
Passende Rechner und Fachseiten
Aus einem Rechenwert wird noch kein Angebot.
Der Rechner zeigt den Rechenweg für „Vorschubrechner: Vorschub vf und Zahnvorschub berechnen“. In der Kalkulation kommen Geometrie, Zeichnungsanforderungen, Maschinenprofil und betriebliche Kostensätze hinzu – mit sichtbaren Annahmen statt einer einzelnen Zahl.